21.5.08

Selbstwert und Selbstvertrauen...

...und ihre Auswirkungen auf Beziehungen

Mathias Voelchert unterscheidet die beiden Begriffe:
Unter Selbstvertrauen versteht er das Vertrauen in eigene Fähigkeiten. Das heißt, durch Weiterentwicklung und Übung können wir unser Selbstvertrauen stärken.
Selbstwert sieht er aus einem existenzielleren Blickwinkel. Hier geht es darum, mich anzunehmen, wie ich bin - unabhängig von irgendwelchen Eigenschaften, Stärken, Talenten. Mich selbst wertzuschätzen. Ohne dafür Leistung erbringen zu müssen...
Wenn es gelingt, sich selbst mit Liebe und Wertschätzung zu begegnen, dann fällt es leichter, sich auch in wichtigen Beziehungen zu zeigen - mit den Wünschen, Verletzlichkeiten und dem, was wir weniger mögen an uns selbst. Und das macht Nähe und Intimität zum anderen möglich, lässt Tiefe und Verbundenheit entstehen.
Wer sich überwiegend so verhält, wie er/sie glaubt, dass es das Gegenüber erwartet, verliert über kurz oder lang den Kontakt zu sich selbst und dann auch zum Partner, zur Partnerin. Geht es dem Partner, der Partnerin ähnlich, wird die Beziehung schnell zur Phantom-Beziehung: Beide versuchen, das zu sein, was vermeintlich (!) vom anderen erwartet wird und verlieren sich selbst dabei immer mehr.
Hilfreich ist es dann, sich Zeit zu nehmen für sich selbst. Wahr-zu-nehmen, wo die eigene Sehnsucht hingeht, was einem wichtig ist im Leben. Vielleicht auch zu spüren, welche Ängste auftauchen und was hilfreich wäre, um mit ihnen fertig zu werden. Am wichtigsten aber ist letztlich, sich selbst mit all dem, was jetzt spürbar ist, anzunehmen. Denn, Fritz Perls, der Begründer der Gestalttherapie formulierte es so treffend: "Was nicht sein darf, kann sich auch nicht verändern." Es geht darum, innezuhalten, sich selbst Verständnis und Liebe zu schenken - bedingungslose Liebe zu sich selbst zu üben. Ja, das erfordert wirklich tägliche Übung, tägliche Aufmerksamkeit, um kleine Lieblosigkeiten zu entlarven. Um sich dann wieder der oder dem andern zuzuwenden, zu spüren, wie wir wieder "in Fluss" kommen. Um dem Gegenüber aus der eigenen Fülle heraus liebevoll zu begegnen. Statt es "recht machen wollen" etwas von sich zeigen, und das ganz Eigene in die Beziehung bringen.

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20.5.08

Einssein mit sich selbst


Sich zufrieden und mit sich selbst im Reinen fühlen, das hat was! Eine Qualität von "grundlos glücklich sein"...
Und wer hätte nicht schon erlebt, wie quälend das Gegenteil sein kann: Nicht zu wissen, ob ich mich so oder anders entscheiden soll, das eine zu wollen und gleichzeitig zu meinen, das andere zu müssen... Was kann uns dann helfen, wieder eins mit sich selbst zu werden?
  • Grundlegend wichtig ist es, sich Zeit und Raum zu nehmen, um sich selbst zuzuhören.
    Welche widersprüchlichen Gefühle, Wünsche und Sehnsüchte melden sich da?
  • Sich selbst mit Verständnis und Einfühlungsvermögen begegnen (anstatt sich selbst zu kritisieren und nur anzutreiben).
  • Den inneren Raum nutzen, Lösungsmöglichkeiten zu finden.
  • Wahrnehmen, bei welcher Lösung signalisiert mir mein Körper "das ist gut"?
  • In der Aufmerksamkeit zwischen möglichen Lösungen und bis dahin zu überwindenden Schwierigkeiten pendeln. So können wir die notwendige Energie aufbringen, dranzubleiben und gleichzeitig auch wirklich funktionierende Lösungen Schritt für Schritt entwickeln.
"Wenn Sie sich verwirrt fühlen, fassen Sie sich ein Herz: Sie sind nur in Kontakt mit der Wirklichkeit." (Dean Rusk)
Fassen Sie sich ein Herz! Hören Sie Ihrem Herzen zu! Nur so können Sie unterscheiden lernen, was an Wünschen von außen an Sie herangetragen wird und was davon wirklich Ihr eigener Weg ist. Um Ihr Leben so zu führen, dass das, was Sie persönlich mitbringen wie kein(e) andere(r), geben zu können... Ihren ganz speziellen Beitrag in diesem Leben.

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12.3.08

Freundschaft mit sich selbst

"Ich kenne niemand, der so hart, brutal und rücksichtslos mit mir umgeht wie ich selbst..." Dieser Gedanke einer Klientin war der Anfang einer erfüllten Freundschaft mit sich selbst; ihr Leben wurde dadurch leichter, lebendiger und freudiger. Immer wieder erlebe ich es, dass Menschen sich damit auseinander setzen, wie es möglich wird, dass andere es ihnen gegenüber an Achtung und Wertschätzung fehlen lassen. Oft finden sie dann heraus,
  1. dass es in der Familie gewisse "Vorbilder" dafür gab. Schon über mehrere Generationen gab es eine Dominanz in der männlichen oder in der weiblichen Linie, und es zieht sich wie ein roter Faden durch die Familien, dass das Gegenüber abgewertet wurde, es an Wertschätzung fehlte. Wenn ich in Aufstellungen dann diese Themen mit den KlientInnen anschaue, zeigt sich sehr oft, dass die gefühlte Ablehnung wenig mit denjenigen Menschen zu tun hat, denen sie entgegengebracht wird. Häufig wird deutlich, dass diejenigen, die es an Wertschätzung missen ließen, nicht mehr geben konnten, weil sie selbst einen großen Schmerz unterdrückten. Das zu spüren, hilft, es auch loszulassen.
  2. dass andere mit ihnen umgehen, wie sie mit sich selbst. Die Menschen halten ihnen sozusagen einen Spiegel vor: "Ich zeige dir, wie du dich selbst behandelst."
    Und umgekehrt: Sobald sie sich selbst Achtung und Wertschätzung entgegenbringen, wird ihnen auch von anderen mehr davon gezeigt.
  3. dass der zweite Punkt die logische Folge des ersten ist...
Probieren Sie es aus! Pflegen Sie die Freundschaft zu sich selbst. Gönnen Sie es sich, sich Zeit zu nehmen, sich etwas Schönes auszudenken, sich ein Geschenk zu machen, sich etwas Gutes zu tun, sich selbst zuzuhören, ihre Sehnsucht zu spüren und ihr zu folgen... mit der Kreativität, die sich etwa einstellt bei frisch Verliebten ;-))
Sie werden merken, dass ein liebevoller Umgang mit sich selbst ganz viel Energie freisetzt und sich auch anderen mitteilt. Sie werden offener für andere, wichtige Begegnungen ergeben sich ganz von selbst...
Frühlingsgefühle - mal anders?

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1.2.08

Wo drückt der Schuh?

Bei sich selbst bleiben schenkt Freiheit und Gelassenheit...
"Wo willst du hin?
Wovor läufst du weg?
Stell dir vor,
in deinem Schuh gibt es einen Stein.
Egal wie schnell du weg rennst,
der Stein bleibt darin!"
VerfasserIn leider unbekannt

Ja, manchmal drückt uns der Schuh! Und allzuleicht kommen wir in Versuchung, andere dafür verantwortlich zu machen. Der eine ist zu unfreundlich, die andere macht dieses oder jenes verkehrt... Am Verhalten anderer gibt es sicher manches auszusetzen, vieles sicher mit gutem Recht. Aber hilft uns das weiter?
Was uns sicher weiterbringt: Zu schauen, welcher wunde Punkt bei mir jeweils berührt wurde. Und dann herauszufinden, was ich tun kann, um an diesem Punkt zu heilen. Viele gehen so weit, zu behaupten, dass das, was mich ärgert mir etwas an mir selbst spiegelt, was ich bei mir selbst nicht annehmen kann.
Das heißt allerdings nicht unbedingt, dass mein Ärger darüber, dass mein Arbeitskollege seine schlechte Laune an mir auslässt, ein Hinweis sein muss auf meine eigene Launenhaftigkeit. Mir wird durch ihn gezeigt: Hier ist ein wunder Punkt. Als nächstes ist dann zu schauen, wo mein Schmerz konkret ausgelöst wird. Da könnte ich beispielsweise feststellen, dass ich anderen gegenüber sehr viel Geduld zeigen kann, mir selbst gegenüber es aber völlig an Geduld oder Nachsicht fehlen lasse. Die Botschaft meines Gegenübers als Spiegel wäre also: Gib dir selbst etwas von dem, was deinen Schmerz heilt! Sei achtsam und verständnisvoll mit dir selbst, anstatt dich selbst ständig zu bekritteln!
Diese Haltung, wenn es irgendwo hakt, im eigenen Schuh nach dem Stein zu suchen, gibt ganz viel Freiheit und Gelassenheit!

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30.1.08

Spurwechsel

Sich selbst stärken anstatt sich selbst der ärgste Feind zu sein

Durch die Forschungen der Quantenphysik ist es längst kein Geheimnis mehr, dass Gefühle und Gedanken eine Energieform sind, die Wirklichkeit schafft. Wenn wir mit uns selbst sehr kritisch und ungnädig umgehen, vorwiegend das Negative an uns selbst in den Blick nehmen (vielleicht, weil wir hoffen, etwas zu verbessern!), richten wir unsere Aufmerksamkeit auf das, was wir nicht wollen und verstärken es. Wir füttern das, was wir vermeiden wollen mit Energie.
Hilfreicher wäre es, sich auf das zu konzentrieren, was wir für erstrebenswert halten. Das mag einleuchten, doch dann stellt sich schnell die nächste Frage: Wie schaffe ich es, wenn ich unzufrieden und im Zwist mit mir selbst bin, aus diesem Muster auszusteigen? Wie bloß komme ich da raus? Es gibt vier bewährte Schritte, die uns helfen können, die destruktive Spur zu verlassen und sich dem zuzuwenden, was wir eigentlich wollen.
  1. Zuerst ist wichtig, sich Zeit zu lassen, den Ärger und Groll sich selbst gegenüber loszulassen. Dabei sind die "Herzschlüssel", wie es Safi Nidiaye nennt, hilfreich: Das wäre etwa Mitgefühl, Verständnis, Raum geben... Sich selbst mit liebevoller Nachsicht zu begegnen, mitfühlend, dass diese Situation nun wirklich nicht ganz leicht zu ertragen ist... und vielleicht dann schon eine Ahnung bekommen, dass darin aber auch eine Lernchance steckt... und schon ist eine Idee davon da, sich dem Neuen zuzuwenden, die Spur zu wechseln.
  2. Dann geht es darum, die eigenen Gefühle zu der Situation wahrzunehmen. Denn unsere Gefühle zeigen uns die Richtung.
    Spüren wir beispielsweise Traurigkeit, ist es wichtig, etwas zu beenden oder loszulassen. Bei Ärger oder Wut ist das Thema Grenzen zu ziehen oder sich abzugrenzen. Schmerz ist ein Signal dafür , dass irgendetwas uns Schaden zufügt. Das heißt, unsere Gefühle sind Hinweise darauf, dass es wichtig ist, zu handeln.
  3. Wenn wir auf diese Weise wieder etwas mehr in Kontakt mit uns selbst gekommen sind, geht es darum, zu spüren, wonach wir uns sehnen, unser Bedürfnis konkret werden zu lassen. Um dann im nächsten Schritt
  4. zu schauen, wie wir etwas davon möglich machen können. Gut ist es, sich dabei daran zu erinnern, dass es meistens sehr viele konkrete Möglichkeiten gibt, ein inneres Bedürfnis zu erfüllen.
Ein konkretes Beispiel für diese vier Schritte:
Eine Frau fühlt sich im Kontakt zu einer Kollegin unwohl. Sie hat immer mehr den Eindruck, die andere schätzt sie nicht. Sie überlegt sich, warum das wohl so ist, und hat auch sofort Ideen dazu, ja sie gibt innerlich der anderen sogar recht. Und es wird ihr immer enger zumute, anstatt dass sie irgendeine Lösung findet. Um aus der destruktiven Spur auszusteigen, könnte sie sich im ersten Schritt selbst an die eigene Seite stellen und mitfühlend mit sich in sich hineinhören. "Die Situation macht mir sehr zu schaffen. Das ist echt schwer für mich!" Und genauer ihre Gefühle erforschen: "Ich fühle mich missachtet, mir fehlt Wertschätzung, ich habe den Eindruck, die andere hält nichts von mir." Dieses Innehalten, den eigenen Gefühlen Raum geben, bewirkt oft schon eine spürbare Erleichterung. Dann fällt es leichter, in die positive Richtung zu schauen und eigene Bedürfnisse zu konkretisieren, möglichst in dem Bewusstsein, dass es unendliche Möglichkeiten gibt, sie in konkrete Wünsche umzusetzen. "Ich wünsche mir Nähe und liebevolle Zuwendung, unabhängig von meinen fachlichen Fähigkeiten und möchte als Mensch gesehen werden." Dabei fällt ihr vielleicht auf, dass sie es schwer findet, sich das selbst zu geben. Sie ist gewohnt, mit sich selbst sehr hart umzugehen, kann sich selbst sehr wenig Anerkennung geben. Und so wird klar, dass das ein wichtiger Lernschritt sein könnte. Aber was kann sie nun jetzt gleich, ganz konkret tun? Da kommt ihr die Idee, eine Freundin anzurufen, sich mit ihr zu verabreden, weil der ihr der Kontakt mit ihr immer sehr gut tut. Und die beiden tauschen sich aus darüber, welche Möglichkeiten es gibt, die Liebe zu sich selbst weiterzuentwickeln und stärken sich gegenseitig... So gestärkt, wird es vermutlich viel leichter, Ideen zu finden, wie sie auch den Kontakt zu der Kollegin verbessern kann...

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29.10.07

Einladung im Herbst

Die Blätter färben sich bunt und liefern wunderschöne Farbspiele, besonders wenn die Sonne scheint. Die Temperaturen sinken, die Tage werden kürzer, wieder sehne ich mich nach Zeit für mich, zum Nachspüren, merke, dass ich die Abende gern zu Hause verbringe. Zu Herbstanfang haben wir das Gleichgewicht von Tag und Nacht, inzwischen wird es früher dunkel und es ist nicht mehr zu übersehen, dass die sommerliche Zeit der Aktivität vorbei ist. Manche Bäume sind schon kahl, wirken fast schon leblos. Und doch ist diese Zeit, in der sie ihre Säfte im Innern konzentrieren für das Gedeihen genau so wichtig wie die Wachstumsphasen.
Leider sind wir es gewohnt, unabhängig von der besonderen Qualität der Jahreszeit ein bestimmtes Arbeitspensum schaffen zu wollen oder zu müssen. Und doch könnten wir uns inspirieren lasse von der Natur. Die Laubbäume zeigen uns das Loslassen, sich in sich zurückziehen, neue Kräfte zu sammeln, sich Zeit geben, um das Neue kommen zu lassen.
Eine Zeit, offene Fragen zu stellen:
Was sind Erlebnisse oder Ereignisse in diesem Jahr, für die Sie dankbar sind?
Was hat Sie dabei erfüllt oder genährt?
Was ist die Essenz davon?
Können Sie etwas davon in Ihrem Innern spüren und bewahren?
Und auf der anderen Seite:
Was möchten Sie gern loslassen?
Können Sie auch für diese Dinge dankbar sein, bevor Sie loslassen? Denn es ist immer wieder zu beobachten, dass wir besser loslassen können, was wir uns vorher zu eigen gemacht haben und was uns etwas wert ist. Wir können nur etwas loslassen, was wir wirklich gespürt und berührt haben.
Was hilft Ihnen beim Loslassen?
Gibt es eine Sehnsucht, die es Ihnen erleichtert, Ihr Herz zu öffnen für das Neue, das sich erst mal höchstens erahnen lässt?
Werden Sie der Einladung im Herbst folgen, Ihrem Herzen zuzuhören? Vielleicht etwas von der Zeit, die Sie selbst einteilen können, frei zu lassen, um zu spüren, was jetzt ist, was Ihre Sehnsucht Ihnen zuflüstert und was morgen wichtig werden könnte?
Ich wünsche Ihnen einen bunten Herbst, innen wie außen!

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28.2.07

Ankommen bei sich selbst: Wieder fühlen lernen.

"...Fühlen ist heilend und macht aus dem verworrenen und verwirrenden Puzzle-Spiel unseres Lebens etwas Einfaches, Ganzes. ...Fühlen ist etwas Unmittelbares, etwas, das so nah, so direkt in unserem Kern, in unserem Herzen stattfindet, dass wir es übersehen, weil wir nicht gewohnt sind, unsere Aufmerksamkeit so dicht in unserer Mitte zu halten. ...Fühlen ist das übersehene, nicht bemerkte unmittelbare innere Erleben, das im Zentrum stattfindet, während unsere Aufmerksamkeit nach außen gerichtet ist, wo sich das befindet, worauf wir unser Begehren richten oder wovor wir Angst haben. Fühlen ist das, was in unserer Mitte geschieht, während wir mit unserer Aufmerksamkeit außerhalb sind, um etwas von der Welt um uns herum mitzubekommen. Das Interessante ist, dass wir von der Welt um uns herum tatsächlich mehr wahrnehmen, wenn wir mit der Aufmerksamkeit in unserer Mitte sind und fühlen. (Safi Nidiaye [2006]. Wieder fühlen lernen. München: Integral.) Mit diesen Worten beschreibt Safi Nidiaye, wie unser Fühlen einem Kompass gleicht, der uns hilft, unsere Lebensspur und unseren Lebenssinn zu finden. Diese Einstellung kann hilfreich sein, auch unangenehme Gefühle anzuschauen und die Botschaft darin zu entschlüsseln. Alles, was uns bewegt, bringt uns weiter und schenkt uns Energie zum Handeln.
Ich will ein Beispiel geben: Ein Mitarbeiter in einem Unternehmen fühlt sich ungerecht behandelt bei der Verteilung von Aufgaben. Er spürt immer wieder, dass er ungern zu seinem Arbeitsplatz fährt, dass er die Lust an seiner Arbeit mehr und mehr verliert... seine Arbeitswelt ist für ihn immer weniger 'in Ordnung'. Was nun? Er nimmt sich Zeit, nachzuspüren, was ihn da berührt und so sehr kränkt. Es geht doch eigentlich nicht darum, ob er mehr oder weniger angenehme Arbeiten zu tun hat. Worum geht es wirklich? Er merkt, dass bei ihm ein ganz altes Gefühl berührt wurde in diesem Konflikt. Als Ältester von drei Geschwistern hörte er zu Hause oft: "Du bist der Älteste, sei vernünftig und übernimm Verantwortung auch für deine Geschwister." Er sollte sich unterordnen und eigene Bedürfnisse zurückstellen. Diese Gefühle der Traurigkeit darüber, wenig Raum für eigene Wünsche zu haben, waren durch die aktuelle Situation bei der Arbeit wieder wach geworden. Das zu fühlen entschärfte die Arbeitssituation spürbar. Er merkte, dass er gern bereit war, in bestimmten Bereichen Zugeständnisse zu machen, wenn er in anderen Möglichkeiten bekäme, sich weiter zu entwickeln und seine Fähigkeiten besser einzubringen. Nachdem er wieder bei sich selbst (und bei seinem Gefühl) angekommen war, war es leicht, ein Gespräch mit seinem Vorgesetzten zu führen und sich aktiv für seine Ziele einzusetzen. Und sein Chef unterstützte ihn gern, denn er sah seine Fähigkeiten und den Nutzen daraus für die Firma. Auf diese Weise machte er eine neue, heilsame Erfahrung: In seiner Firma wird es geschätzt, wenn er sich mit seinen Ideen einbringt. Er konnte den Konflikt lösen und wieder mit Freude zur Arbeit gehen.
Safi Nidiaye beschreibt in ihrem neuen Buch, wie wichtig es ist, wieder fühlen zu lernen. Denn unsere Gefühle sind wichtige Wegweiser und Energiequellen. Mit ihrer "Körperzentrierten Herzensarbeit" gibt sie den interessierten LeserInnen eine praktikable Methode, wie sie Leiden beenden können, indem sie sich wieder für ihre Gefühle öffnen. Wie sie wieder Zugang zu ihrer inneren Weisheit finden, ihre Intuition schärfen und wirklich das tun, was ihnen entspricht. Wieder zurückfinden zur 'eigenen Ordnung'!


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16.1.07

Liebe und Glück: 2 Bücher zum Thema

Zu diesen beiden wichtigen Lebensthemen habe ich kurz hintereinander zwei Bücher von Ute Lauterbach gelesen, die ich Ihnen beide sehr empfehlen möchte!

Ute Lauterbach ist Philosophin und Institutsleiterin, nach eigenen Worten auch Unsinnsexpertin und Schicksalserforscherin. Ihr sitzt der Schalk im Nacken und gleichzeitig lotet sie die Tiefen der Seele aus, immer mit einem Scherz auf der Zunge. Nicht nur ihre Wortneuschöpfungen zeigen ihre Kreativität und ihren Elan. Ohne zu vereinfachen hinterfragt sie Lebens- und Denkgewohnheiten und gibt dabei gute Denkanstöße. Lebendig, witzig, kreativ und tiefgründig.

In ihren "LiebesErklärungen" gibt sie 200 Ansichten über die Liebe, jeweils mit Kästchen zum Ankreuzen "Ja", "Nein", "Redebedarf", ganz praktisch für Paare, die darüber ins Gesprächkommen wollen. Vielleicht geht es Ihnen ja wie mir: Vieles konnte ich sofort bejahen, über einiges will ich nachdenken, manches sehe ich ganz anders. Zum Weiterdenken gibt Ute Lauterbach noch 1000 Fragen und viele, viele wunderschöne Zitate... für alle, die tiefer eintauchen möchten in die Liebe, allein oder zu zweit oder zu mehreren...

Etwa mit dem Zitat von Rose Ausländer:
"Ich flüchte in dein Zauberzelt
Liebe
Im atmenden Wald
wo Grasspitzen sich verneigen weil
es nichts Schöneres gibt."


Mit "Werden Sie Ihr eigener Glückspilot" führt sie ein in ihre Bewusstseinsskala mit dem Dimmer von der Ich-Schwäche zur Ich-Stärke. Mit diesem Dimmer bekommen Sie ein "Werkzeug", wie sie Verstrickung erkennen und lösen können, um wieder bei sich selbst anzukommen und sich für sich selbst und andere öffnen zu können. Das ist der Weg von "Nullinger" zu "Fullinger"! Neugierig geworden? Lesen Sie selbst!




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30.11.06

Rosarote Brille in der Partnerschaft? Oder wie komme ich klar mit nervigen Alltäglichkeiten?

Kennen Sie das auch, dass Sie sich ertappen bei Gedanken wie: "Wenn doch mein Mann/meine Frau nicht diese Angewohnheit hätte, dann wär einfach alles einfacher und schöner!" Und wenn Sie könnten, würden Sie ihn oder sie gern ein bisschen beeinflussen oder ändern?
Aber leider ist es eine Binsenweisheit, dass wir nur uns selbst verändern können.

Lesen Sie dazu die Geschichte von Anthony de Mello (ich habe sie nur ein wenig gekürzt und zusammengefasst) im nächsten Beitrag.

Murray fand mit seinem Forscher-Team heraus, dass glückliche Paare sehr wohl die Fehler bei ihren PartnerInnen sehen. Aber sie gehen anders damit um als unglückliche Paare. Sie nehmen die "Macken" lockerer: zeigen Verständnis, sehen sie mit Humor oder schauen auch auf die positive Seite der Medaille.

Etwa wenn der Partner Dinge herumliegen lässt: Sie weiß dann, dass er das nicht macht, weil er sie missachtet, sondern dass er wahrscheinlich wieder mit seinen Gedanken ganz woanders ist. Und sie sagt sich: "Da bringt er ein gutes Gegengewicht zu meiner perfektionistischen Ordnung. Seit wir zusammen wohnen, kann ich vieles viel lockerer sehen und auch mal was liegen lassen. Das tut mir gut!" Auf diese Weise wird diese Banalität des Alltags nicht zum Störfaktor der Beziehung.

Nun ist Ihnen sicher schon irgendetwas eingefallen, was Sie nicht ausstehen können an Ihrem Partner. ;-) Dazu möchte ich Ihnen zwei verschiedene kleine Übungen vorschlagen:

1. Versetzen Sie sich in die Position Ihres Gegenübers und stellen Sie sich vor, wie Sie ihm gegenüber auf extreme Art reagieren (sie zeigen ihm z.B. ihre Wut). Und dann schauen Sie, welche Gefühle bei Ihnen dadurch ausgelöst werden und was Sie sich wünschen von der Position Ihres Partners aus.

2. Überlegen Sie sich neue Deutungen des Verhaltens ihres Partners, je mehr, desto besser. Statt nur daran festzuhalten "Er macht das nur, um mich zu provozieren!" nehmen Sie andere Blickwinkel ein: "Wenn ich es genau betrachte, hat er andere Rhythmen. Ich räume gleich alles wieder an Ort und Stelle. Er räumt auch auf, aber eher im Wochenrhythmus, wenn sich schon einiges angesammelt hat." - Das wäre dann beispielsweise ein guter Ansatzpunkt für ein Gespräch. Oder: "Im Moment ist er wirklich besonders eingespannt und deshalb etwas gedankenlos." Oder: "Er hat einfach andere Prioritäten. Hier steck ich zurück. Auf anderen Gebieten habe ich auch meine Freiräume, z.B. ...".
Oder Sie überlegen sich, was es mit Ihnen selbst zu tun hat, dass sie über diese Kleinigkeit so wütend sind. Kann es sein, dass da nur eine alte Wunde in ihnen berührt wird und es weniger um das konkrete Verhalten geht? Vielleicht dass sie sich dadurch missachtet fühlen, dass Ihnen Wertschätzung und liebevolle Zuwendung von Ihrem Partner fehlen? Dann wäre es hilfreich, darüber zu sprechen, anstatt über Ordnung zu streiten!

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25.8.06

Dankbarkeit öffnet das Herz!

Achtsam sein, Schönes wahr-nehmen weckt positive Gefühle und Stimmungen wie Freude, Zärtlichkeit, Liebe, Glück und Zufriedenheit.

Dankbarkeit ist auch ein „annehmen, was ist.“ Wirklich hinschauen, das Schöne sehen und auch das Bedrückende, das Schmerzliche. So kann die Dankbarkeit helfen, heil zu werden, wieder „ganz“ zu werden. Ich nehme die Schönheit der Schöpfung wahr, erfahre darin Fülle und Freude, fühle mich gestärkt. Und dann fällt es mir leichter, auch die Schattenseite anzuschauen, Mangel und Schmerz zu fühlen und auszuhalten.

So kann ich ankommen im Jetzt und auch in meinem Körper. Mich selbst annehmen. Lieben was ist und auch für mich selbst gut sorgen. Diese Haltung eröffnet eine innere Weite, die meine Liebe auch zu anderen fließen lässt.
Zum Ankommen im Körper hilft es, sich zu vergegenwärtigen, dass wir von der Erde, der Materie, unserer Mutter getragen werden und nach oben Verbindung zum Himmel, zum Geist, zur väterlichen Kraft haben. Geborgenheit spüren durch die Verbindung zur Erde und zum Himmel. Aus dieser Verbindung vertrauensvoll mit offenem Herzen und offenen Sinnen leben.
So gelingt es, Realität zu sehen und zu akzeptieren ohne sich von ihr erdrücken zu lassen.

Wie es die Geschichte „Eine Nacht ohne Quartier“ verdeutlicht:
Eine Zen-Buddhistin, Rengetsu, war auf einer Pilgerreise. Sie kam in ein Dorf und bat dort um Unterkunft. Doch die Dorfbewohner wiesen sie ab, schlugen ihr die Tür vor der Nase zu. Rengetsu hatte nichts mehr zu essen, es war kalt und gefährlich, denn es gab wilde Tiere. Sie war hungrig, konnte nicht schlafen und so saß sie unter einem Kirschbaum und meditierte. Sie sah die Kirschblüten im Mondenschein und war überwältigt vor Dankbarkeit. Sie verbeugte sich in Richtung des Dorfes und betete: Weil sie mir keine Unterkunft gaben, erfuhr ich die Schönheit der Kirschblüten im Mondschein! Danke, mein Geliebter, dass du mir immer das schenkst, was mich erfüllt!

Dankbarkeit und Annehmen-Können, was uns das Leben bringt, sind wahre Herzensschlüssel. Heilwerden geschieht, wenn wir dabei in unserem Körper geerdet bleiben und neben der Dankbarkeit auch unsere Sehnsucht und unsere unerfüllten Wünsche wahr sein lassen. Die Dankbarkeit wird uns mit neuer Kraft verbinden, so dass wir uns auf den Weg machen können, unserer Sehnsucht, die in der Sehnsucht nach dem Göttlichen, nach dem Einssein wurzelt, zu folgen. Schritt für Schritt.

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6.7.06

Glück und Erfüllung

Endlich Sommer! Die Natur sprießt, zeigt sich mit all ihrer Fülle. Bunte Blumen erblühen in ihrer Schönheit und verströmen ihren Duft - unabhängig davon, ob jemand sie wahrnimmt oder nicht. Einfach sein, die/der sein, die/der du wirklich bist! Warum nur fällt uns das so schwer? Viele von uns haben die "Angewohnheit", (besonders) sich selbst sehr kritisch in Frage zu stellen.
Urteile trennen. Wenn wir uns selbst aburteilen und klein machen, entfernen wir uns von uns selbst und das Gedankenkarussell im Kopf kommt so richtig in Fahrt. Wir finden überall einen Fehler, nichts an uns selbst hat mehr Bestand. Wie können wir wieder aus dieser Spur herauskommen?
Ankommen bei mir selbst. Annehmen was ist. Jetzt. Wie finden wir zu uns selbst zurück? Meinen Körper spüren, Ruhe finden und mir selbst auf die Spur kommen. Wahrnehmen, was ist. Was fühle ich jetzt? Wo im Körper? Wenn das Gedankenkarussell schon richtig in Fahrt war, fühle ich jetzt vielleicht Angst, nicht zu genügen. Mein Hals wird eng. Welches Grundbedürfnis steht hinter der Angst? Ich möchte dazugehören und Anerkennung bekommen. Dieses Bedürfnis zu erkennen ist schon erleichternd - unabhängig davon, ob es erfüllt wird. Kann ich es mir selbst erfüllen? Mich selbst anerkennen? Mich fragen, was war gut an diesem Tag? Wie geht es mir jetzt? Ich spüre meinen Körper deutlicher, bin ruhiger geworden und die Gedanken sind nicht mehr so laut und drängend, ich bin durch den Körper mehr im Sein verwurzelt.
In diesem Zustand von Fülle ist es auch sinnvoll, sich in Frage zu stellen, selbstkritisch das eigene Handeln zu überprüfen. Doch in diesem ressourcenvollen Zustand sind wir eher gefeit davor, uns selbst auseinander zu nehmen und zu schwächen - anstatt wirkliche Schwächen zu erkennen und verbessern zu können!
Und wie kommen wir in den Zustand der Fülle? Indem wir innehalten, wahr-nehmen was ist, die Sinne öffnen für das kleine Glück im jetzt. Uns stärken im Moment.
Mir wurde das neulich bewusst, als ich meine Geldbörse verloren hatte. Auf dem Weg zu der Stelle, wo ich zuletzt bezahlt hatte, spürte ich Aufregung und Beklemmung. Oh weh, das zieht eine Menge Ärger und Arbeit nach sich, wenn ich Scheckkarte sperren, neue Papiere besorgen muss etc. Dann nahm ich wahr, dass ich an einem wundervollen Sommertag durch eine zauberhafte Natur fuhr... und dass es mich nicht weiterbringt, mich von meiner Aufregung "gefangen"nehmen zu lassen. Und: Der Geldbeutel war mir aus der Tasche gefallen, ich bekam ihn im Geschäft mit allem Inhalt zurück ... Der Kummer hat sich aufgelöst, ich fand im Vorbeigehen ein Geschenk für eine Freundin und hatte in der Stadt ganz unverhofft schöne Begegnungen. Ein guter Tag!

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16.8.05

Härte macht schwach!

„Schwer ist es die rechte Mitte zu finden.
Das Herz zu härten für das Leben – es weich zu halten für das Lieben.“
Anonym
Dieser Spruch begegnete mir auf einer Karte – wie wahr!
Wir sehnen uns nach Nähe, Verstandenwerden und Verstehen, nach Innigkeit und Austausch, nach Verbindung… und immer wieder holt uns auch die Angst ein. Angst vor Verletzung, vor Verlassenwerden, vor Enttäuschung.
Und da kann es nicht darum gehen, alles richtig zu machen, um Schmerz zu vermeiden. Angst, Schmerz und Leid gehören zum Lebendigsein. Sind Anzeiger, dass ich handeln sollte – nicht, dass ich etwas verkehrt gemacht habe! Ein feiner, aber wichtiger Unterschied!
Besonders unsere Ängste weisen uns darauf hin, dass wir in unserem Leben etwas nicht genug beachten und lieben. Sie fordern Aufmerksamkeit, wie ein aufsässiges trotziges Kind, was gerade unsere Pläne durchkreuzt.
Wenn wir uns immer wieder Zeit und Raum nehmen, unsere Ängste und Schmerzen kennen zu lernen und anzunehmen, dann können wir auch immer wieder unser Herz öffnen für all das, was uns stärkt: Für die Schönheit der Natur, für nährende Begegnungen, für die Liebe, die mich meint… Und wir werden immer wieder neu erfahren, dass es uns wenig schützt, uns hart zu machen – im Gegenteil! Wenn wir uns verhärten, verkapseln wir Angst und Schmerz und verschließen uns vor dem, was uns stärkt.
Welche Gefühle sind es in Ihnen, die gespürt und gesehen werden möchten? Wann nehmen Sie sich Zeit dafür und kümmern sich zärtlich um sich selbst?

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6.7.05

Gelassen sein… lass dich sein… nimm dich an wie du bist!

Gelassenheit ist eine Spielart von Selbstliebe! Fritz Perls, der Begründer der Gestalttherapie, hat sinngemäß mal gesagt: „Nur das, was sein darf, kann sich verändern!“ Also: Lass dich die oder der sein, die/der du jetzt bist! Erst mal ohne zu bewerten, ohne verändern zu wollen. Daraus wird eine große Kraft und zunehmende Klarheit erwachsen. Beides wird dir dabei helfen, wirklich im Kontakt mit dir selbst zu sein und zu spüren, wohin dich deine Sehnsucht, dein roter Faden führt.

Ein grundlegendes Ja zu sagen zum Jetzt, dazu, wie ich gerade in der Welt bin, mit allen Widrigkeiten, allen Fragezeichen und mit all dem Schönen sehe ich als Voraussetzung, die Fülle des Lebens und die Einheit von allem zu erfahren. Und dieses Erleben bringt uns in Kontakt mit der Quelle, bringt uns in Fluss. Statt ängstlich zu fragen, ob das Leben für mich bereithält, was ich brauche, in Fluss kommen und darin die Fülle erleben und meinen persönlichen Sinn finden! Verantwortung übernehmen und Schritt für Schritt weiter gehen – im Vertrauen und gelassen.

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31.5.05

Stärkung oder Selbstboykott? - Kommunikation mit mir selbst

Viele Voraussetzungen für eine gute Kommunikation sind bekannt. So mahnt uns Marshall B. Rosenberg: „Höre auf die Bedürfnisse des anderen nimm sie ernst und wertschätze sie“. Wie steht es eigentlich mit unserer inneren Kommunikation mit uns selbst? Schließlich sind wir den ganzen Tag mehr oder weniger mit uns selbst im Gespräch, auch wenn diese inneren Gespräche oft unbewusst ablaufen. Gerade deshalb lohnt es sich, unseren inneren Kommunikationsstil mal anzuschauen. · Nehmen wir unsere Bedürfnisse ernst? · Gehen wir wertschätzend mit uns selbst um? · Hören wir uns selbst zu, ohne gleich dazwischen zu reden? Unsere inneren Selbstgespräche sind eine wichtige Ressource. Wenn sie geprägt sind von Verachtung, dann boykottieren wir uns selbst. Hören Sie sich selbst zu und nehmen Sie wahr, wie Sie Ihre eigenen Handlungen kommentieren und mit sich selbst umgehen. Lernen Sie, auch mit sich selbst fair zu kommunizieren – Sie werden überrascht sein, was das verändert!

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30.5.05

Sehnsucht

"Immer wenn es Ihnen an Lebensenergie, Lebensmut, Freude und schöpferischer Unternehmenslust mangelt, können Sie sicher sein, dass Sie irgendwo tief in sich eine Sehnsucht und damit ein zentrales Stück ihrer selbst begraben haben." schreibt Safi Nidiaye in ihrem neu erschienenen Buch "Befreie Deine Sehnsucht". Verheißungsvoll und doch schmerzlich kündigt sie sich an, die Sehnsucht, deshalb lassen wir sie nur zu oft nicht ein! Und doch, wenn wir lernen, ihr zu vertrauen, und mutig den Schmerz umarmen, dann kann sie uns nach Hause führen! Zu uns selbst, dorthin, wo wir uns authentisch, lebendig und kraftvoll fühlen! Safi Nidiaye unterscheidet drei Arten von Sehnsucht. An Hand von Fragen, Übungen und Aphorismen gibt sie viele Anregungen, der eigenen Sehnsucht und so sich selbst wieder auf die Spur zu kommen. Eine Fülle von Anregungen, spannend zu lesen und einfach anzuwenden!

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